Rainer Praschak, Silvia Drechsler und Markus Gilly vor der Schalttafel der Kläranlage

Der Antrag auf Erhöhung ist in Vorbereitung. Die Kläranlage im Einzugsgebiet rund um den Großen Krottenbach arbeitet derzeit genau an ihrer Belastungsgrenze.

Seit einem Bescheid aus dem November 2021 darf die Anlage Abwässer nur bis zu einem Wert von 103.000 Einwohnerwerten reinigen. Dieser Wert entspricht exakt der aktuellen Auslastung. Das bedeutet: Es bleibt kein Spielraum für zukünftiges Wachstum oder Spitzenbelastungen. Eine umfassende Datenerhebung zur Entwicklung des Bedarfs in den kommenden Jahren zeigt, wie viele Menschen und Betriebe künftig an die Kläranlage angeschlossen sein könnten und welche Mengen an Abwasser zu erwarten sind.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Kapazitäten bald erweitert werden müssen. Deshalb soll so rasch wie möglich ein Antrag bei der Wasserrechtsbehörde eingebracht werden. Ziel ist eine Erhöhung auf zumindest 130.000 Einwohnerwerte. Bevor dieser Antrag gestellt werden kann, müssen Fachleute berechnen, ob die Anlage eine höhere Belastung tatsächlich verkraftet. Dazu wird geprüft, wie viel Reserven die Kläranlage bei der Reinigung von Abwässern hat und wie sich eine Steigerung auf den Großen Krottenbach auswirken würde.

Erst wenn feststeht, dass die Vorgaben für die Wasserqualität weiterhin sicher eingehalten werden, kann die Erhöhung beantragt werden. Mit der geplanten Anpassung soll gewährleistet werden, dass die Kläranlage auch in Zukunft zuverlässig arbeitet und zugleich der ökologische Zustand des Krottenbachs geschützt bleibt.